Tourenbericht: Lenzerheide – wir kommen (16.7.2025)

Meteo Swiss verkündete am Montag für den kommenden Mittwoch eine Wolke und ab 19 Uhr zwei Regentropfen. Die Moritzen denken grundsätzlich positiv. Darum führten wir unsere Wanderung durch. Obwohl die Anmeldungen zögernd eintrafen, fanden sich 16 optimistische Wanderfreunde/-freundinnen rechtzeitig am Bahnhof ein.

Auf dem Fahrplan schrieb ich «Berikon-Widen ab 07.14», hatte aber den falschen Zeitpunkt im Visier. Wir liessen den 7.14-Zug durch und packten den RE-Express um 07.17 Uhr, mit der Folge, dass Anni und Werner in Rudolfstetten den richtign Zug bestiegen und staunten, dass da keine Moritzen drin waren. Aber in Dietikon klärte sich das Missverständnis auf. Mit einem gesponserten Kaffee samt Gipfeli im Rest. Portal, Churwalden, konnte ich das Malheur wieder gutmachen. Die moderne 8-er Panorama-Gondelbahn führte uns zum Ausgangspunkt «Heidbüel». Da lag sie nun vor uns, die Wanderroute. Zuerst leicht bergab, am Bergrestaurant «Alp Stätz» vorbei. Das Tempo wurde automatisch langsamer, gemächlicher, die Atemzüge tiefer, kürzer und schneller. Denn der harmlos scheinende, kurze Aufstieg mit knapp 80 Höhenmetern hatte es in sich. Er brachte uns ins Schnauben und Schwitzen. Dafür wurden wir bald mit einer herrlichen Aussicht Richtung Lenzerheide, auf den Heidsee und die gegenüberliegende Bergkette (Weisshorn, Rothorn, Lenzerhorn usw.) belohnt. «Kommt er, der Regen, oder nicht?» Das war die grosse Frage. Mit ein paar Tröpfli machte er sich bemerkbar. Bis bei der Talstation der Lavoz-Gondelbahn einige ihre Regenjacken ausgegraben und Schirme gespannt hatten, dann verabschiedeten sich die Tropfen wieder und machten der Sonne Platz. Die Entscheidung, sich im Restaurant zu verpflegen, war weise. Zum Outdoor-Picknicken wäre es zu nass und zu kühl gewesen. Die Gastgeber des Bergrestaurants «Alp Nova» freuten sich über 18 Gäste aus dem Unterland und bedienten uns sehr freundlich und speditiv. Die nächste Etappe bis zur Station der Sesselbahn Tgantieni Val-Sporz meisterten wir mit Leichtigkeit. Die Rinder unterwegs staunten nicht schlecht ob einer so fröhlichen, aufgestellten Wandergruppe. Ihr Glockengebimmel begleitete uns fast bis ins Restaurant «Acla-Grischuna». Wer den Abstieg zu Fuss bewältigen wollte, schloss sich Karl an, die anderen durften noch kurz bei einem Dessert ausruhen und sich dann bequem mit dem Sessellift zur Talstation schweben lassen. Und siehe da: wie abgemacht trafen wir die «Fussgänger». Den Schlussspurt machten wir gemeinsam, vorbei an hübschen Häusern und Restaurants gelangten wir rechtzeitig zur Postauto-Station. Ab Chur im Wagen 21, wie auf der Hinfahrt, hatten wir eine Menge Platz für uns allein. Immer schön am Zugende waren unsere Plätze reserviert. Ab Zürich sogar im Obergeschoss. Zuverlässig und pünktlich brachte uns die AVA auf den Mutschellen. Mit dem obligaten Schlumi im Berimärt liessen noch ein paar unermüdliche Moritzen den Tag Revue passieren.

Danke allen, die mich bei der Vorbereitung unterstützt haben: Ruth Moser und Karl beim Rekognoszieren sowie Christoph für den IT-Support!

Bis zum nächsten Mal! Eure Wanderleiterin Leny

Fotos: Astrid, Kari

 

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