Tourenbericht: 7 Brueggliweg im Seetal (10.06.2026)

Das Luzerner Seetal liegt idyllisch rund um den Baldeggersee und den Hallwilersee. Die Region verbindet sanfte Hügel, historische Schlösser sowie erstklassige Naherholungsgebiete und ist perfekt für Ruhesuchende, Wanderer und Velofahrer.

So wird diese wahrhaft liebliche Gegend auf Wikipedia beschrieben.

Am 10. Juni schien uns Petrus nicht gut gesinnt. Er segnete uns mit strömendem Regen und einer Schafskälte, dass selbst wetterfeste Moritzen lieber zu Hause in der warmen Stube blieben. Vielleicht noch ein letztes Mal das Cheminée einfeuern, dann soll der Sommer endlich kommen. Also: Verschiebedatum: Mittwoch, 17. Juni!!

Und wie er kam!! Mit sommerlichen Temperaturen von 30 Grad und mehr! Immerhin konnten sich fast 20 Moritzen überwinden und der Einladung folgen. Via Wohlen-Lenzburg schlängelte sich die Bahn durchs Seetal. Auf dem Hallwilersse tummelten sich schon die ersten Wassersportler. In Gelfingen hiess es: «Alle Moritzen aussteigen». Im Rest. Sternen wurden wir freundlich begrüsst und gleich mit frischen Gipfeli und aromatischem Kaffee (oder sonst etwas Erfrischendem) verwöhnt. Dann schnürten wir die Schuhe und stiegen hinauf zum Schloss Heidegg. Der Aufstieg war angenehm im kühlen Wald. Einige zählten bereits die Brüggli, mir machte die steile Holztreppe zu schaffen!! Oben angelangt, belohnte eine herrliche Aussicht unsere Mühe. Der Rosengarten lud zum Verweilen ein, obwohl einige Rosen schon verblüht waren.

Beim Hofladen durften wir frisch gepflückte Kirschen probieren und kaufen.

Durch den schattigen Wald, bei noch angenehmen Temperaturen, erreichten wir bald unseren Rastplatz, das Waldschulzimmer einer Primarschule aus der Umgebung. Nach der Stärkung spürten wir die heissen Sonnenstrahlen. Auf der restlichen Etappe gab’s fast keinen Schatten mehr. So waren Sonnenhut und -Crème gefragt. Über bereits abgeerntete Felder, vorbei an Obstplantagen, erreichten wir bald das Dorf Kleinwangen. Eine leise Enttäuschung machte sich breit: Das einzige Restaurant, wo wir uns gerne gestärkt und den Durst gelöscht hätten, öffnete erst um 17.00 Uhr. «Dann halt weiter bis zum Volg, da gibt’s sicher ein Eis». Gefehlt! Kein Laden im hübschen, malerischen Dorf. Gottlob ging’s jetzt nur noch bergab. Aus weiter Ferne leuchteten die bunten Fahnen der «Seebadi» in Baldegg. Zu einer richtigen Badi gehört auch ein Badi-Restaurant. Richtig: Wir stärkten uns mit Eis-Kaffee und anderen erfrischenden Köstlichkeiten. Die einen genossen ein kühles Fussbad im See, die anderen wanderten weiter, durchs Naturschutzgebiet, dem See entlang bis Gelfingen.

Zuverlässig brachte uns die Bahn wieder auf den Mutschellen.

Müde, verschwitzt aber zufrieden und glücklich, erreichten wir eine Stunde früher als geplant
Berikon.

Zum obligaten Schlumi im Beri-Märt konnte sich nur noch eine kleine Gruppe entschliessen.

Danke, dass ihr dabei wart, es war schön, mit euch unterwegs zu sein.

Bis zum nächsten Mal!
Eure Wanderleiterin Leny

Fotos: Hanspeter, Jery, Thomy

1 Antwort
  1. Hanspeter Thürlemann says:

    Ein schöner, unterhaltsamer Bericht, der sich liest wie Butter die auf der Zunge vergeht, zum Erlebten passt und mit eindrücklichen Bildern aufwartet (nicht weil ein paar von mir sind).

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