Tourenbericht: Jonquilles les Prés d’Orvin (08.04.2026)
Ich bin „Mo“, der kleine, unsichtbare Kobold, der euch ab heute, ab und zu, auf den Moritzentouren begleitet und beobachtet.
Es ist toll, zum vereinbarten Treffpunkt sind alle am Bahnhof Widen-Berikon. Alle? Nicht ganz! Hanspeter kommt mit dem Zug von Rudolfstetten und der hat 3 Minuten Verspätung, nicht so schlimm, ist ja nur der Wanderleiter. Elisabeth vom Lielisloo hat ohne Umwege den direkten Weg auf Gleis 1/2 gewählt. Laurence aus Eggenwil, zum ersten Mal dabei, wird in Bremgarten erwartet, aber nein, sie findet sich noch rechtzeitig bei uns ein. Leider hat Angelika aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. So fahren um 07:15h 18 Wanderlustige nach Biel. Dort winken von ganz hinten am Zug, übers ganze Perron Evelyne & Peter. Sie sind in Zürich hinten im Zug eingestiegen während die Gruppe im zweitvordersten Wagen Platz hatte. Also bis jetzt überhaupt nichts Spezielles.
Oder doch? Am Flugplatz Grenchen beobachten wir im Vorbeifahren Teile der Flugshow welche das PC-7 Team der Swiss Air Force an den Himmel zeichnet. Spektakulär!
Weiter alles normal: Wir s(t)ehen wo der Bus nach Prés d’Orvin um 10:20h fährt und wir uns in fast eine Stunde wieder treffen. Oder vielleicht etwas speziell: Weil das Caffè Spettacolo, quer über die Strasse, welches uns zum Startkaffee empfängt, nur genau über ein WC für Männlein und Weiblein verfügt … und wenn da alle gleichzeitig !?, erteilt Hanspeter noch die „WC-Anweisung“, damit ja keiner zu spät kommt.
Fast wie gewohnt: Kaffee, Cappuccino, Tee, Ovo und die Gipfeli dazu, alles gut und erst noch aus unserer Kasse bezahlt. Lässig! Weil die Leute normalerweise ihr Getränk vorgängig an der Theke bezahlen und dann erhalten passiert das bei uns über eine „Strichliliste“. Das führt am Anfang, bis alle (Personal und wir) gecheckt haben, zu etwas Verwirrung. Dazu kommt, dass für uns nicht die bestellte Anzahl Plätze reserviert waren. Aber alles kein Problem, ihr seid ja flexibel und die Scheibe nach draussen lässt sich erst noch absenken.
Weil wir frühzeitig sind, finden wir Platz im Bus.
Doch was ist jetzt? Christoph hetzt zurück ins Caffè. Er hat seine Wanderstöcke liegen lassen. …. und übersieht, dass jene von Astrid fast daneben liegen! …. aber bei der Rückreise hat er sich erfolgreich darum gekümmert.
Und was nun? Als es Zeit ist abzufahren, passiert gar nichts. Der Bus Nr. 70 ist übervoll und davor stehen Leute, welche auch noch mitmöchten. Hui!!! Wieder kein Problem, es kommt ein zweiter Bus und alles löst sich rasch in Wohlgefallen auf. Wir bleiben sitzen und kommen fast pünktlich in Prés d’Orvin an.
Von nun an geht’s bergauf. Wir wandern auf der Fahrstrasse, durch prächtige Wiesen mit Narzissen, Osterglocken und Krokusse fast im Überfluss, auf dem Gratweg und später hinunter über die Alpweide zur Maitérie d’Evilard. Alle wählen die längere Wegvariante. Wunderschön! Phantastisch! Der blaue Himmel trägt das Seine dazu bei.
Der „einsame“ Bauernhof mit Gaststätte empfängt uns mit Kartoffelsalat und Hamme warm. Ausgezeichnetes Essen in angenehmer Atmosphäre. Wir essen trotz des schönen Wetters drinnen, weil der Bauer am „bschütte“ ist.
Schade bleibt nicht allzu viel Zeit, weil der Rückweg nach Orvin doch 5/4 Stunden braucht und der Bus nicht auf uns wartet. Aber ihr seid so diszipliniert, man kann euch laufen lassen und ihr kommt ohne zu bummeln oder zu hetzen ein paar Minuten vor der Abfahrt auf der Place du Village an. Der
Chauffeur ist ein eindrücklicher Typ. Havy Metall Fan? Er bringt uns zügig nach Biel, so dass fürs Umsteigen eben doch genügend Zeit bleibt, wenn es auch nur wenige Minuten sind. Alles normal!
So fahren wir erfüllt von einem erlebnisreichen, phantastischen Tag nach Plan zurück nach Berikon-Widen. Im Zug gibt’s dann doch noch eine Besonderheit. Der Zugführer bestätigt, dass wir „minus Eins“ sind. Damit erhalten wir zuhause am Schalter der AVA die auf dem Gruppen-Billett nicht genutzte Halbtax-Fahrt vergütet. Die Kasse dankt es!
Wie immer, ganz normal, lassen ein paar Trinkfeste den Tag im Beri Märt ausklingen.
Schön war’s.
Euer „Mo“
Fotos: Evelyne/Peter, Hanspeter, Jery




























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