Tourenbericht: Sins – Gisikon-Root (12.11.2025)
Am Mittwoch 12. November 2025 trafen sich 19 gut gelaunte Moritzen beim noch mit Nebel verhangenen Bahnhof Berikon-Widen. Mit 4 Minuten Verspätung startete der Zug Richtung Wohlen wo er dann aber pünktlich ankam!! In Bremgarten Obertor stieg eine weitere Wanderin ein. Somit waren wir komplett.
In der Fahrt von Wohlen nach Sins zeigte sich auf Höhe von Benzenschwil zum ersten Mal die Sonne. In Sins angekommen, sind wir zum Startkaffee im Gasthof Löwen eingekehrt.
Gestärkt starteten wir kurz vor 10 Uhr Richtung Osten zum Sonderbundsweg, welcher rund 13.5 Kilometern lang ist und von Sins (AG) über Rotkreuz (ZG) nach Gisikon (LU) führt. Er gehört zum Projekt: «Wege zur Schweiz» und wurde als erster Weg im Juni 2023 realisiert. Er soll uns die Themen rund um den Sonderbundskrieg von 1847 in 13 Etappen in der Landschaft auf unserer Wanderung näherbringen.
Die eidgenössische Armee wurde geführt von General Guillaume-Henri Dufour und umfasste fast 100’000 Mann. Der Oberbefehlshaber dieser Sonderbunds-Armee war Johann Ulrich von Salis-Soglio. Der Sonderbundskrieg war eine knapp vier Wochen andauernde militärische Auseinandersetzung vom 3. bis 29. November 1847 und stellte den letzten Krieg auf Schweizer Boden dar. Dem Krieg ging ein jahrzehntelanges Tauziehen voraus.
Schon nach einigen Kilometern auf Höhe Oberrüti begleitete uns die Sonne auf dem Weg und schenkte uns an diesem Novembertag ein wenig Wärme.
In der Nähe von Oberrüti gelangen wir zu einem Weiler, in dem eine der Teilnehmerinnen (Hanni Amrein) ihre Kindheit verbracht hatte. Sie konnte uns viel über die Region und das Leben von damals erzählen. Kurz danach kamen wir erneut zur Reuss. Dort überquerten wir den Fluss über die Eisenbahnbrücke. Gleich danach stand bereits unser Mittagshalt an. Bänke und Tische waren vorhanden. Wir mussten diese bloss noch an die Sonne verschieben. Leider war das Platzangebot beschränkt und es fand nicht jeder einen Platz zum Sitzen. Die Übrigen nutzten aber einen Tisch, um einen Stehlunch zu geniessen.
Der Weg führte uns danach über Rotkreuz nach Bachteln, weiter über das Allmendli nach Honau und Gisikon- Root. Kurz nach Honau kamen wir zum Amphibienlaichgebiet in der Naturschutzzone Feldhof, ein Ort, der zu vielfältigen Gesprächen anregte. Nachdem wir den Kneippgarten Gisikon passiert hatten, lagen noch die letzten 3 Informationstafeln vom Sonderbundskrieg und die Beschreibungen vom Leben im Freiamt um die Jahre 1840 vor uns.
Wir schafften es, bereits den Zug von 15h37 zu nehmen. Dadurch verfügten wir, um eine zusätzliche Stunde Zeit die wir im Beri-Märt für einen Apéro nutzten. Im Restaurant besetzten wir fünf Tische und führten lebhafte und interessante Gespräche. Christina, die zum ersten Mal dabei war, hatte zur Freude von uns allen, die erste Runde vom Apéro übernommen, wofür wir uns ganz herzlich bedanken.
Liebe Moritzen, es war sehr schön, dass so viele zu dieser Wanderung mitgekommen sind!
Erwin Aecherli
Fotos: Jery, Hanspeter






































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